/ 19.06.2013
Bernard-Henri Lévy
Wer hat Daniel Pearl ermordet? Der Tod eines Journalisten und die Verstrickungen des pakistanischen Geheimdienstes mit al-Qaida. Aus dem Französischen von Anja Nattefort, Olaf Roth und Ulrike Thiesmeyer
München: Econ 2003; 431 S.; geb., 24,- €; ISBN 3-430-11206-0Die Ermordung des „Wall Street Journal"-Korrespondenten Pearl vor laufender Videokamera erschütterte im Januar 2002 die ganze Welt. Der französische Autor Lévy folgte den Spuren des Opfers und recherchierte in Pakistan, Indien, Amerika und Bosnien. Als Ergebnis präsentiert er ein spannendes Zeitdokument, welches nicht nur das tragische Schicksal des amerikanischen Journalisten beleuchtet, sondern auch zeigt, wie weit der islamistische Terrorismus in Pakistan verbreitet ist. Obwohl die Hintergründe und Fakten komplex sind und er zum Teil unter lebensbedrohlichen Umständen recherchiert hat, räumt Lévy ein, dass mehrere Passagen reine Fiktion beziehungsweise Spekulation sind. Dennoch ermöglicht das Buch abseits der wissenschaftlichen Theorie neue Einblicke in die politische Lage Pakistans.
Dirk Burmester (DB)
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
Rubrizierung: 2.25 | 2.68
Empfohlene Zitierweise: Dirk Burmester, Rezension zu: Bernard-Henri Lévy: Wer hat Daniel Pearl ermordet? München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20513-wer-hat-daniel-pearl-ermordet_23917, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23917
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
CC-BY-NC-SA