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/ 20.06.2013
Jan Scheffler

One man - one vote - one value? Der schwierige Weg zu einem einheitlichen Wahlrecht für das Europäische Parlament

Osnabrück: Verlag Dirk Koentopp 2005; IV, 128 S.; 19,80 €; ISBN 3-938342-01-3
„Wie sieht ein optimiertes Europawahlsystem für die EU-25 aus?“ (9) So lautet die zentrale Frage dieser Untersuchung. Der Autor betont zunächst die Besonderheit des gegenwärtig praktizierten Wahlverfahrens zum Europäischen Parlament: eine Volksvertretung, aber fünfundzwanzig Wahlsysteme. Was zunächst als Übergangslösung konzipiert war, entwickelte sich zu einem dauerhaften Provisorium und wirft demokratietheoretische, rechtliche und funktionale Probleme auf. Daher fragt Scheffler, ob ein einheitliches Wahlrecht den Erfordernissen des Europäischen Parlaments besser gerecht werden könnte als die gegenwärtigen nationalen Regelungen, und wenn ja, wie es ausgestaltet werden sollte. Im Rückgriff auf die Wahlsystemtheorie und die Spezifika des politischen Systems der EU setzt er sich mit dem Thema auseinander und untersucht zunächst, in welchem Maße das aktuelle Wahlrecht den Bürgerwillen verzerrt. Die Ergebnisse nimmt er zum Anlass, einen Vorschlag für ein einheitliches Europawahlrecht vorzulegen – wobei das Mehrheitswahlsystem von ihm von vornherein ausgeschlossen wird. Das einheitliche Wahlrecht soll dazu beitragen, die bestehenden Ungleichheiten zu beseitigen („One man – one vote – one value“) und auch die Partizipationsmöglichkeiten der Wähler zu steigern.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.4 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Jan Scheffler: One man - one vote - one value? Osnabrück: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23914-one-man---one-vote---one-value_27490, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27490 Rezension drucken
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