/ 19.06.2013
Irene Raehlmann
Zeit und Arbeit. Eine Einführung
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2004; 237 S.; brosch., 23,90 €; ISBN 3-531-14110-4Mit der Durchsetzung der kapitalistischen Industriegesellschaft erfolgte die Institutionalisierung von Zeit als Arbeitszeit. Dies hat zur Konsequenz, dass Arbeitszeit die individuellen Lebens- und Erwerbsformen strukturiert und zugleich die Regulierung der Zeit einem gesamtgesellschaftlichen ökonomischen Regime unterworfen wird. Umfang und Gestaltung der Arbeitszeit sind damit zwangsläufig Gegenstand von Interessen- und Machtauseinandersetzungen, wie der jüngste Vorstoß zur Erhöhung der Wochenarbeitszeit illustriert. Raehlmann stellt zunächst in knapper Form Grundlagen der sozialen Konstruktion von Arbeitszeit dar; dazu gehört auch ein Abriss der wesentlichen Phasen der Arbeitszeitregulierung (Ausdehnung, Verdichtung, Flexibilisierung). Der Schwerpunkt der Studie liegt auf einer systematischen Diskussion arbeitszeitpolitischer Praxisbeispiele und einer Reihe prominenter Entwürfe zur künftigen Gestaltung von Arbeit und Zeit. Das Buch ist die erweiterte und überarbeitete Fassung eines Studientextes, der seit 2002 als Kurs der FernUniversität Hagen im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften eingesetzt wird.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.342 | 2.325
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Irene Raehlmann: Zeit und Arbeit. Wiesbaden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21272-zeit-und-arbeit_24828, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24828
Rezension drucken
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
CC-BY-NC-SA