/ 31.05.2013
Wilhelm Fehse
Selbsthilfe-Förderung - "Mode" einer Zeit? Eine Prozeß- und Strukturanalyse von Programmen zur Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1995 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 273); 206 S.; 65,- DM; ISBN 3-631-48026-1Politikwiss. Diss. Berlin; Erstgutachter: P. Grottian. - Noch vor kurzem galt die Selbsthilfe-Förderung als innovativer und erfolgversprechender Ansatz in der Sozialpolitik. Heute ist es um das einst gepriesene Konzept still geworden. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die Hintergründe für die gesunkene Bedeutung von Selbsthilfeansätzen in der Sozialpolitik. Am Beispiel der auf diesem Sektor führenden Städte Berlin, Münster und Bremen wird die Wechselwirkung zwischen fachlicher Diskussion und politischer Praxis untersucht. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Frage, welcher Stellenwert den Programmen bei einem möglichen Abbau oder Umbau der sozialen Versorgung zukommt. Abschließend kommt der Autor zu der Einschätzung: "Die Zeit bleibt nicht stehen, die Konjunkturen wechseln. Die "Formen der sozialen Integration" werden noch brüchiger. [...] Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Konstellation der Selbsthilfeförderung. [...] Die Programme bleiben das, was sie immer gewesen sind, marginale Sonderprogramme einer bestimmten Zeit" (189).
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.37 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Wilhelm Fehse: Selbsthilfe-Förderung - "Mode" einer Zeit? Frankfurt a. M. u. a.: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/449-selbsthilfe-foerderung---mode-einer-zeit_204, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 204
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Dr., Politikwissenschaftler.
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