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/ 18.06.2013
Stefan Machura / Stefan Ulbrich (Hrsg.)

Recht - Gesellschaft - Kommunikation. Festschrift für Klaus F. Röhl

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2003 (Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat); XI, 351 S.; brosch., 68,- €; ISBN 3-8329-0279-1
Röhl, über 25 Jahre Lehrstuhlinhaber für Rechtssoziologie und Rechtsphilosophie an der Ruhr-Universität Bochum, hat wesentlich zur Etablierung der Rechtssoziologie in Deutschland beigetragen. Das ist sowohl an seinem mittlerweile zum Standardwerk gewordenen Lehrbuch „Rechtssoziologie" (Köln 1987) als auch daran ablesbar, dass er die „Vereinigung für Rechtssoziologie" und die „Zeitschrift für Rechtssoziologie" mitbegründet hat. Diese systematische Öffnung der Rechtswissenschaft für Fragestellungen von Nachbardisziplinen wird durch die thematischen Schwerpunkte der Festschrift gewürdigt. Die Mehrzahl der Beiträge betrifft Aspekte an der Schnittstelle zwischen Rechtswissenschaft und Soziologie; für Politikwissenschaftler dürften vor allem die Aufsätze über Fragen der Rechtsentwicklung und des Verhältnisses von Recht und Gerechtigkeit von Interesse sein. Aus dem Inhalt: Perspektiven der Rechtssoziologie Hubert Rottleuthner: Grundlagen des Rechts (1-23) Dorothea Jansen: Soziologie, Rechtssoziologie und Rechtswissenschaft (24-39) Gunther Teubner: Die Perspektive soziologischer Jurisprudenz: Das Recht der Netzwerke (40-50) Rüdiger Lautmann: Terror und Recht. Wie die Kriminologie auf den Elften September reagierte (51-63) Erhard Blankenburg: Warum brauchen die Niederlande (bisher) kein Verfassungsgericht? (64-72) Hagen Hof: Der „behavioral turn" als Brückenschlag zwischen Wissenschaften und zur Praxis - Streifzüge von Sozial- und Geistes- bis zu den Natur- und Umweltwissenschaften (73-102) Ulrike Schultz: Die deutsche Anwaltschaft zwischen staatlicher Gebundenheit und Markt (103-117) Michael Hartmann: Juristen - Abschied aus den Vorständen der Großkonzerne (118-128) Stefan Machura: Autorität der Dritten Gewalt (129-142) Macht und Kommunikation Helmut Siekmann: Inhalte und Wirkungen von Kommunikation als Grenze für den Grundrechtsschutz (144-160) Stefan Ulbrich: Gerichtsshows als mediales Format und ihre Bedeutung für das Recht (161-174) Francis M. Nevins: Using Fiction and Film as Law School Tools (175-181) Raphaela Henze: Von den Grenzen der Bilder (182-191) Anja Böhm: Vom Entwurf zum Bild in der Rechtsdidaktik - ein urheberrechtliches Problem (192-199) Georgia Marfels: Im juristischen Begriffshimmel (200-208) Rolf Grawert: Familienbilder. Essayistische Betrachtungen einer naturhaften Kulturerscheinung (209-226) Entwicklungen im Recht Brun-Otto Bryde: Einfaches Recht und Verfassungsrecht (228-241) Knut Ipsen: Ein neues jus ad bellum? (242-251) Rüdiger Voigt: Evolution des Rechts? Von der Romanisierung zur Globalisierung (252-269) Rolf D. Herzberg: Die Differenz zwischen Unterlassen und Handeln im Strafrecht (270-286) Matthias Weiß: Erste Zahlen zur obligatorischen Streitschlichtung (287-304) Recht und Gerechtigkeit Stephen C. Thaman: Gerechtigkeit und Verfahrensvielfalt. Logik der beschleunigten konsuellen und vereinfachten Strafprozessmodelle (306-320) Hans Michael Heinig: Was ist so attraktiv an der Radbruchschen Formel? (321-333) Christofer Frey: Gerechtigkeit und Billigkeit als Aufgabe theologischer Rechtsethik (334-349)
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 1.32.212.612.3335.44 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Stefan Machura / Stefan Ulbrich (Hrsg.): Recht - Gesellschaft - Kommunikation. Baden-Baden: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20306-recht---gesellschaft---kommunikation_23664, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23664 Rezension drucken
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