/ 19.06.2013
Henrik Enderlein
Nationale Wirtschaftspolitik in der europäischen Währungsunion
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004 (Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung); 228 S.; kart., 29,90 €; ISBN 3-593-37474-9Diss. Bremen; Gutachter: M. Zürn, F. W. Scharpf. - Enderlein untersucht die Auswirkungen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion auf die stabilitätspolitischen Spielräume in den Mitgliedsländern. Der Verlust der Geldpolitik lässt den EWU-Ländern nur noch die Finanzpolitik und die Lohnpolitik als nationale Handlungsvariablen zur Abfederung konjunktureller Schwankungen. In der Tradition von Fritz Scharpf führt der Autor politikwissenschaftliche und ökonomische Ansätze zusammen, um in einer vergleichenden Analyse den aus der EWWU entstandenen ökonomischen Anpassungsdruck und die daraus abzuleitenden institutionellen Konsequenzen in den Mitgliedsländern zu identifizieren. Ein Abgleich zwischen dem theoretisch hergeleiteten institutionellen Änderungsdruck und den tatsächlich durchgeführten nationalen institutionellen Reformen bestätigt den theoretischen Ansatz weitgehend.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 3.5 | 3.7 | 2.61 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Henrik Enderlein: Nationale Wirtschaftspolitik in der europäischen Währungsunion Frankfurt a. M./New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20699-nationale-wirtschaftspolitik-in-der-europaeischen-waehrungsunion_24143, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24143
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Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
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