/ 11.06.2013
Mohammed Arkoun
Der Islam. Annäherung an eine Religion. Vorwort von Gernot Rotter. Aus dem Französischen von Michael Schiffmann
Heidelberg: Palmyra Verlag 1999; 294 S.; brosch., 34,- DM; ISBN 3-930378-22-1Arkoun, algerischer Islamwissenschaftler, ehemaliger Hochschullehrer an der Sorbonne und jetzt Regierungsberater für islamische Angelegenheiten in Frankreich, will mit seinem Buch Vorurteile gegenüber dem Islam bekämpfen, die er im westlichen Denken weit verbreitet findet. Gerade Huntingtons Prophezeiung vom "clash of civilitations" hat seiner Meinung nach alte Verdächtigungen genährt, und so sieht Arkoun sich genötigt, aus intimer Kenntnis einiges zurechtzurücken. Die kritische Perspektive auf den Islam, die er sich selbst bescheinigt, will er dabei nicht aufgeben. Den Leser erwarten, so der Autor, "ungewöhnliche Antworten auf gewöhnliche Fragen", seine eigene "Herangehensweise" kennzeichnet der Autor als "transhistorische, transkulturelle und zugleich historische, soziologische und anthropologische" (12). Wer an der Vielfalt der Methoden Gefallen findet, bekommt auch noch entsprechende thematische Breite geboten: Der Bogen reicht von "Kirche und Staat" (39) über "Offenbarung" (63) und "Exegese" (83), "Die Frau im Islam" (118) und "Das griechische Erbe" (144) bis zu "Sufismus" (157) und "Ethik und Politik" (224) – um nur einiges zu nennen.
Barbara Zehnpfennnig (BZ)
Prof. Dr., Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
Rubrizierung: 2.23
Empfohlene Zitierweise: Barbara Zehnpfennnig, Rezension zu: Mohammed Arkoun: Der Islam. Heidelberg: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11132-der-islam_13159, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13159
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Prof. Dr., Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
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