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/ 20.06.2013
Dirk Blasius

Weimars Ende. Bürgerkrieg und Politik 1930-1933

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2005; 188 S.; geb., 24,90 €; ISBN 3-525-36279-X
Dieses Buch präsentiert einen neuen Zugang zum Epochenausgang Weimars. Die Forschung zur späten Weimarer Republik wird immer noch von der Frage angetrieben, welche Brückenfunktion die Jahre 1930 bis 1933 für die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur hatten. Was verstärkte den Sog einer Wirtschafts- und Staatskrise, den Hitler und seine Partei auszunutzen verstanden? Der Autor stellt den Bürgerkrieg ins Zentrum seiner Darstellung. Der Zerfall der Republik hängt eng mit den Auflösungstendenzen der bürgerlichen Ordnung in Deutschland zu Beginn der Dreißigerjahre zusammen. Im Blickpunkt der Darstellung steht das Machtspiel der politischen Lager im Bürgerkrieg und die enge Beziehung zwischen der Richtungstendenz der Politik und dem Ausmaß politischer Gewalt. Als wichtigste Quellen werden in diesem Zusammenhang die Tageszeitungen herangezogen, was ein besonderes Licht auf die Wahrnehmung der Krise und ihrer Gefahren durch die damaligen Zeitgenossen wirft. Auf diese Weise wird deutlich, dass der Begriff des Bürgerkrieges als Erfahrungs- und Deutungskategorie der Mitlebenden eine Konfiguration erschließt, welche die Weimarer Staatsordnung von innen her zerstört hat.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.311 Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Dirk Blasius: Weimars Ende. Göttingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23648-weimars-ende_27158, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27158 Rezension drucken
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