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/ 21.06.2013
Theodor Schweisfurth

Völkerrecht

Tübingen: Mohr Siebeck 2006 (Uni-Taschenbücher 8339 [ISBN: 978-3-8252-8339-1]); XVIII, 656 S.; brosch., 39,90 €; ISBN 978-3-16-148992-1
Das Völkerrecht ist spätestens seit dem zweiten Irakkrieg in vieler Munde. Die amerikanische Bush-Regierung, so ist beispielsweise oft zu hören, betreibe eine Politik der konsequenten Missachtung des Völkerrechts. Was der spezifische Charakter dieses Rechts ist, was seine zentralen normativen Gehalte sind und wie die Mechanismen der Rechtsgewährleistung funktionieren, darüber informiert dieses Lehrbuch. Es wendet sich ausdrücklich an ein interessiertes Publikum auch jenseits der juristischen Fakultäten und möchte zum Mitreden in der Diskussion um das Völkerrecht qualifizieren. Dass für dieses qualifizierte Mitreden Geduld und Fleiß bei der Bewältigung der Lektüre nötig sind, deutet schon der Umfang des großformatigen Buches an. Glücklicherweise kommt der Autor dem Leser mit einer streng systematischen, in präzis-verständlicher Sprache gehaltenen Darstellung entgegen. Schweisfurth geht auch auf aktuelle Fragen des Völkerrechts, seien es die Diskussion um „preemptive actions“, das Völkerstrafrecht oder die Ansätze zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus, in differenzierter und zugleich deutlicher Weise ein. Zahlreiche Fallbeispiele und Gerichtsentscheidungen dienen der Veranschaulichung der völkerrechtlichen Dogmatik.
Sebastian Lasch (LA)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 4.1 Empfohlene Zitierweise: Sebastian Lasch, Rezension zu: Theodor Schweisfurth: Völkerrecht Tübingen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27009-voelkerrecht_31530, veröffentlicht am 03.12.2007. Buch-Nr.: 31530 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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