/ 20.06.2013
Peter Ulrich / Michael S. Aßländer (Hrsg.)
John Stuart Mill. Der vergessene politische Ökonom und Philosoph
Bern/Stuttgart/Wien: Haupt Verlag 2006 (St. Galler Beiträge zur Wirtschaftsethik 37); 286 S.; kart., 38,50 €; ISBN 978-3-258-07038-4Aus Anlass des 200. Geburtstags von John Stuart Mill haben Philosophen und Ökonomen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dessen Gesamtwerk einer Neuinterpretation unterzogen. Die Herausgeber und Autoren des Bandes betrachten Mill als einen enorm aktuellen und Theoretiker, dessen Werk zu Unrecht weitgehend in Vergessenheit geraten sei. „Motivbildend für die Initianten und Herausgeber war der Eindruck einer wachsenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Orientierungslosigkeit so genannter ‚Reformdebatten’, wofür die vorherrschende Rhetorik von der alternativenlosen Sachzwanglage im globalen Standortwettbewerb […] symptomatisch erscheint“. (7) Angesichts der heutigen Orientierungsfragen bezüglich des Verhältnisses von bürgerlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit, von Markt und Staat, wirtschaftlicher Produktivitätssteigerung und gesellschaftlichem Fortschritt eröffne Mill zeitgemäße Perspektiven einer bürgergesellschaftlich eingebetteten Marktwirtschaft.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.33
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Peter Ulrich / Michael S. Aßländer (Hrsg.): John Stuart Mill. Bern/Stuttgart/Wien: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25657-john-stuart-mill_29767, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29767
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Dr., Politikwissenschaftler.
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