/ 18.06.2013
Reinhard Hesse
Ground Zero. Westen und islamische Welt gegen den globalen Djihad
München: Econ 2002; 320 S.; geb., 20,- €; ISBN 3-430-14511-2Der Autor, Journalist und als Redenschreiber im Bundeskanzleramt tätig, reiht seine Überlegungen zu Ursachen und Hintergründen der Anschläge am 11. September 2001 in lose verknüpften Essays aneinander. Er schildert dabei den Schock, der alle heimgesucht hatte sowie - aus der Innenperspektive - die sich anschließende Planung und Abstimmung des politischen Handelns. Besondere Aufmerksamkeit schenkt er Überlegungen, wie eine "europäisch-arabische Aufklärung", eine gemeinsame Modernisierung der Kulturen und politischen Systeme in den arabischen Ländern in Kooperation mit dem Westen aussehen könnte. Schließlich behandelt er Perspektiven und Probleme der Terrorismusbekämpfung, der transatlantischen Beziehungen und der Sicherheitspolitik im Allgemeinen. Demokratisierung und Säkularisierung der Politik im islamischen Raum sind für ihn dabei maßgeblich, "[w]estliche Politik sollte sich allerdings hüten, auf diese Diskussion mit einer Art 'Werte-Imperialismus' zu reagieren und anderen Gesellschaften einzelne Konzepte verbindlich vorschreiben zu wollen" (319).
Florian Peter Kühn (KÜ)
Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.25 | 2.64 | 2.68 | 4.2
Empfohlene Zitierweise: Florian Peter Kühn, Rezension zu: Reinhard Hesse: Ground Zero. München: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17671-ground-zero_20365, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20365
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Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
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