/ 20.06.2013
Peter E. Fäßler
Durch den "Eisernen Vorhang" Die deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen 1949-1969
Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 2006 (Wirtschafts- und Sozialhistorische Studien 14); VII, 335 S.; brosch., 32,90 €; ISBN 978-3-412-28405-3Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten „bildeten eine Schnittstelle zwischen zwei grundverschiedenen politischen und ökonomischen Ordnungssystemen“ (1), schreibt Fäßler, Privatdozent für Geschichte an der TU Dresden. Beide Seiten hätten versucht, den Handel deutschlandpolitisch zu instrumentalisieren, gleichzeitig seien so rudimentäre Strukturen einer gesamtdeutschen Wirtschaftseinheit bewahrt worden. Fäßler beschreibt diese Beziehungen für den Zeitraum von 1949 bis 1969 detailliert auf der Basis von Archivmaterial. Die Zeit von 1949 bis 1962 arbeitet der Autor als Konfrontations-, die folgende bis 1969 als Entspannungsphase heraus. Beschrieben werden unter anderem die Akteure (Alliierte Kommissionen, Regierungen und Ministerien) sowie die vertraglichen Regelungen. Bemerkenswert ist das Fazit Fäßlers, wonach sich kein direkter Einfluss des – den deutsch-deutschen Beziehungen eigentlich übergeordneten – Kalten Krieges auf die Intensität der Handelsbeziehungen nachweisen lässt. Auch gegenüber den „deutschlandpolitischen Konjunkturen“ (305) habe die innerdeutsche Handelspolitik schon sehr frühzeitig eine hohe Autonomie entwickelt.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.313 | 2.314 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Peter E. Fäßler: Durch den "Eisernen Vorhang" Köln/Weimar/Wien: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25534-durch-den-eisernen-vorhang_29614, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29614
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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