/ 05.06.2013
Thomas Noetzel
Authentizität als politisches Problem. Ein Beitrag zur Theoriegeschichte der Legitimation politischer Ordnung
Berlin: Akademie Verlag 1999 (Politische Ideen 9); 187 S.; geb., 98,- DM; ISBN 3-05-003346-0Habilitationsschrift Marburg. - Die Studie setzt an bei dem Charakteristikum der politischen Ordnungen der Neuzeit, deren Legitimität an die subjektiven Zustimmungen der Herrschaftsunterworfenen geknüpft ist. Daraus haben sich, so Noetzel, zwei Folgeprobleme entwickelt, die unter unterschiedlichen Vorzeichen zum dauerhaften Gegenstand des politiktheoretischen Nachdenkens geworden sind: Erstens die Frage nach der Qualitätskontrolle hinsichtlich der Zustimmung der Subjekte (z. B. war die Zustimmung Ausdruck freien Willens?); zweitens die Frage nach dem Verhältnis zwischen der individuellen Selbstbestimmung und der Einheitsstiftung als dem Grundproblem jeder politischen Ordnung. Das Band, das diese beiden Problemkomplexe miteinander verbindet, sieht der Autor in der Idee der Authentizität. Diese Idee einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, ist das Anliegen der Untersuchung.
Aus dem Inhalt: 3. Der Wille der Individuen und die Entstehung politischer Legitimität in der Moderne; 4. Das wahre/Wahre Wollen. Authentizität als Kategorie moderner Herrschaftskritik und -legitimation: 4.1 Der rousseauistische Diskurs; 4.2 Der hegelianisch-marxistische Diskurs; 4.3 Der existentialistische Diskurs. 5. Post-Moderne Antworten: Das Ende des Authentischen?
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.1
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Thomas Noetzel: Authentizität als politisches Problem. Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8658-authentizitaet-als-politisches-problem_11392, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11392
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Dr., Politikwissenschaftler.
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