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/ 18.06.2013
Christoph Breitenmoser

Strategie ohne Aussenpolitik. Zur Entwicklung der schweizerischen Sicherheitspolitik im Kalten Krieg

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2002 (Studien zu Zeitgeschichte und Sicherheitspolitik 10); 268 S.; brosch., 32,40 €; ISBN 3-906769-25-9
Politikwiss. Diss. Zürich; Gutachter: K. R. Spillmann, A. Wenger. - Die sicherheitspolitische Strategiedebatte in der Schweiz war lange Zeit von rein passiv-defensiven Erwägungen gekennzeichnet. Die eigene staatliche Sicherheit wurde als Funktion der Sicherheitspolitik der Umwelt aufgefasst. Auch in der sicherheitspolitischen Debatte im Vorfeld der Erstellung des Berichts zur Sicherheitspolitik der Schweiz von 1973 spielte die Außenpolitik lediglich eine marginale Rolle. Es ging im Wesentlichen nur um traditionelle Militärpolitik. Breitenmoser fragt nach den Gründen für "das fehlende Bewusstsein für den strategischen Wert der Außenpolitik als Mittel der Sicherheitspolitik" (22). Er kommt zu dem Schluss, dass die Entwicklung der schweizerischen Sicherheitspolitik im Kalten Krieg nicht das Ergebnis einer zeit- und lagegerechten strategischen Gesamtbeurteilung war, sondern von einer "innenpolitischen Nabelschau" (241) geprägt wurde. Inhaltsübersicht: I. Bezugsrahmen - Konzeptionelle Kontinuität versus äusserer und innerer Wandel; II. Ungleichzeitigkeit der Strategiedynamik - Armeekonzeption und Organisation der Gesamtverteidigung vor Gesamtstrategie; III. Prozess der Strategieschöpfung - Anspruch und Realität der ausgreifenden Sicherheitspolitik.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.222.5 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Christoph Breitenmoser: Strategie ohne Aussenpolitik. Frankfurt a. M. u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17438-strategie-ohne-aussenpolitik_20074, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20074 Rezension drucken
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