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/ 05.06.2013
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) (Hrsg.)

OSZE-Jahrbuch 1998. Jahrbuch zur Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Hrsg. in Kooperation mit Jonathan Dean, Pál Dunay, Adam Daniel Rotfeld, Andrej Zagorski

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1998 (OSZE-Jahrbuch 4 - 1998); 582 S.; geb., 48,- DM; ISBN 3-7890-5665-0
An der Gliederung des Jahrbuchs ist aus guten Gründen nichts Grundsätzliches verändert worden. Wieder führen Politikwissenschaftler und OSZE-Praktiker in die wichtigsten OSZE-Politikfelder des vergangenen Jahres ein. Institutionelle Reformen finden ebenso Beachtung wie das OSZE-Engagement in verschiedenen europäischen Krisenherden. Im Betrachtungszeitraum bildet hier die Tätigkeit der europäischen Sicherheitsorganisation auf dem Balkan naturgemäß einen Schwerpunkt. Eingebettet werden die aktuellen Untersuchungen in umfangreichere Analysen, die die Tätigkeit der OSZE als Teil der gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur beschreiben und den Bogen zu den anderen Organisationen, d. h. der EU, der WEU und der NATO schlagen. Obgleich es sich grundsätzlich um ein wertvolles Forschungsprojekt handelt, wirkt die Auswahl der Beiträge doch zuweilen willkürlich bzw. dem Zufall überlassen. Warum in der Rubrik "Außenbeziehungen" Ägyptens Politik gegenüber der OSZE untersucht wird, aber nicht die Israels oder Brasiliens, bleibt genauso unklar wie die Frage, warum unter "Interessen und Engagement der OSZE-Staaten" lediglich die Positionen Norwegens, Schwedens, Finnlands und Litauens vorgestellt werden. Inhalt: I. Zur Lage: Bronislaw Geremek: Entwicklung und Perspektiven der OSZE (27-37); Niels Helveg Petersen: Entwicklungen und Aussichten der OSZE (39-51); Nikolaj Afanassjewskij: Die OSZE - Gegenwart und Zukunft europäischer Sicherheit (53-61). Stärkung der OSZE im Kontext der NATO-Erweiterung: Dieter S. Lutz: Die OSZE stärken - Der OSZE Stärken (65-81); Kurt P. Tudyka: Das europäische Institutionenquartett und seine Perspektiven (83-94); Adam Daniel Rothfeld: Europäische Sicherheit: die neue Rolle von NATO und OSZE (95-126); Pal Dunay: Bleiben wir realistisch: Die OSZE wird weiter vor neuen Problemen stehen (127-137). Interessen und Engagement der OSZE-Staaten: Janne Haaland Matlary: Die Rolle der OSZE in der europäischen Sicherheit aus norwegischer Sicht (141-149); Nils Daag: Die neue OSZE: von Worten und Taten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus schwedischer Sicht (151-157); Kari Möttölä: Finnland und die OSZE (159-180); Ginte Damusis: Litauen und die OSZE (181-189). II. Instrumente, Aufgaben, Mechanismen und Verfahren. Konfliktprävention und Streitschlichtung: Franz Vranitzky: Die OSZE-Präsenz in Albanien (195-201); Jens Reuter: Kosovo 1998 (203-214); Elena Drozdik: Das schwierige Geschäft mit der Wahrnehmung - OSZE-Beobachter in Kroatien (215-222); Heinz Timmermann: Die OSZE-Vertretung in Belarus (223-236); Herbert Grubmayr: Probleme und Schwierigkeiten der Langzeitmissionen der OSZE (237-253); Hansjörg Eiff: Autonomie als Mittel der Konfliktbewältigung und des Minderheitenschutzes im Rahmen der OSZE (255-264); Gerald Hesztera: Die Zukunft der Civilian Police im Rahmen der OSZE (265-271). Menschliche Dimensionen und demokratische Entwicklung: Farimah Daftary: Das dritte OSZE-Implementierungstreffen über Fragen der menschlichen Dimension in Warschau 1997 (275-296); Gret Haller: Der Schutz der Menschenrechte im Wirkungsfeld von Europarat und OSZE (297-316). Aufbau kooperativer Sicherheit: Bernard von Plate: Eine europäische Sicherheitsarchitektur für das 21. Jahrhundert (319-333); Heinz Vetschera: Die Rolle der OSZE bei der militärischen Stabilisierung in Bosnien und Herzegowina (335-355); Hans-Georg Ehrhart: Prävention und regionale Sicherheit: Der Prozeß von Royaumont und die Stabilisierung Südosteuropas (357-376); Monika Wohlfeld: Die OSZE und subregionale Zusammenarbeit in Europa (377-387). Wirtschaftliche Transformation und Begrenzung neuer Risiken: Thomas L. Price / Ryan S. Lester: Die wirtschaftliche Dimension der OSZE am Vorabend des 21. Jahrhunderts (391-402). III. Zur Organisation. OSZE-Institutionen und Strukturen: Victor-Yves Ghebali: Die Beschlüsse des Sechsten Treffens des Rates der Außenminister der OSZE (407-414); Paulina Merino: Das neue Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (415-424); Werner Deutsch: Finanzierung und Finanzierbarkeit der OSZE (425-440). Außenbeziehungen und Einflüsse: Fathi El-Shazly: Ägyptens Standpunkt zur Zusammenarbeit mit der OSZE (443-449); Jutta Gützkow: Der Europarat und die OSZE: Wie können sie Komplementarität und Partnerschaft gewährleisten? (451-462).
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.34.412.612.62 Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) (Hrsg.): OSZE-Jahrbuch 1998. Baden-Baden: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7603-osze-jahrbuch-1998_10102, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10102 Rezension drucken
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