/ 11.06.2013
Gunter Schubert (Hrsg.)
Menschenrechte in Ostasien. Zum Streit um die Universalität einer Idee II
Tübingen: Mohr Siebeck 1999; 519 S.; brosch., 70,- DM; ISBN 3-16-147208-XDas Buch ist Teil einer auf vier Bände angelegten Reihe zum Spannungsverhältnis zwischen Universalität und Partikularität der Menschenrechte. Der Anspruch, dass die im eng begrenzten Raum der westlichen Philosophie und Rechtskultur entwickelte Idee der Menschenrechte universal gültig ist, wird insbesondere aus dem asiatischen und dem islamisch geprägten Raum angegriffen. In diesem Sammelband untersuchen Sinologen, Japanologen und Politologen die Rezeption und Verwirklichung der Menschenrechte in China, Japan und Korea.
Inhalt: Allgemeiner Teil: Gunter Schubert: Zwischen Konfuzius und Kant. Ansätze zur Operationalisierung eines interkulturellen Menschenrechtsdialogs mit Ostasien (19-51); Wolfgang S. Heinz: Vom Mythos der "Asiatischen Werte" (53-73). I. China: Gregor Paul: Menschenrechtsrelevante Traditionskritik in der Geschichte der Philosophie in China - Philosophische Überlegungen (75-108); Hans-Georg Möller: Menschenrechte, Missionare, Menzius. Überlegungen angesichts der Frage nach der Kompatibilität von Konfuzianismus und Menschenrechten (109-122); Harro von Senger: Versuch einer Darstellung der offiziellen Position der VR China zur Menschenrechtsfrage (123-165); Robert Heuser: Auf dem Wege zur Herrschaft des Rechts? Menschenrechtliche Aspekte der Reform des chinesischen Rechtssystems in der Ära Den Xiaoping (1979-1997) (167-179); Ding Ding: Die chinesische Exilopposition und die Menschenrechtsfrage (181-209); Susanne Weigelin-Schwiedrzik: Menschenrechte und Demokratie in Hongkong. Universalität und Partikularität des Diskurses vor dem handover 1997 (211-249); Hans-Christoph Rieger: Freie Meinung und freie Meinungsäußerung in einem autoritären Staat - Das Beispiel Singapur (251-295). II. Japan: Wolfgang Seifert: Westliches Menschenrechtsdenken in Japan. Zur Rezeption einer "ausländischen Idee" zwischen 1860 und 1890 (297-343); Akira Takenaka: Gibt es "japanische" Menschenrechte? Eine rechtssoziologische Untersuchung der Menschenrechtsauffassung in der japanischen Diskussion seit 1945 (345-385); Martin Kaneko: Staatsbürgerschaft versus Menschenrechte: Eine Entschädigungsfrage in Japan (387-409); Manfred Pohl: Die japanische Entwicklungshilfe: Sicherheitspolitisches Instrument zwischen Schutz der Menschenrechte und Exportförderung (411-427). III. Korea: Werner Sasse: Menschenrechte in Korea. Kultur- und ideengeschichtliche Anknüpfungspunkte (429-441); Mark B. M. Suh: Politische Hemmnisse für die Fortentwicklung der Rechtskultur und für die Durchsetzung der Menschenrechte in Süd-Korea (443-464); Roland Wein: Menschenrechte in der Republik Korea. Die Funktion der Arbeitsgesetzgebung (465-509).
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.42 | 2.68
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Gunter Schubert (Hrsg.): Menschenrechte in Ostasien. Tübingen: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10987-menschenrechte-in-ostasien_12990, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12990
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M. A., Politikwissenschaftler.
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