/ 04.06.2013
Mathias Weber
Der UNO-Einsatz in Somalia. Die Problematik einer "humanitären Intervention"
Denzlingen: M.-W.-Verlag 1997 (Schriftenreihe Politikwissenschaft 1); 150 S.; 29,80 DM; ISBN 3-9805387-0-2Der Versuch der Vereinten Nationen, in den Jahren von 1992-1995 im Rahmen einer humanitären Intervention ordnungsstiftend in den somalischen Bürgerkrieg einzugreifen, endete mit einem glatten Mißerfolg und zog einen erheblichen Ansehensverlust für die Akteure des UN-Konfliktlösungsmechanismus nach sich. Der Bürgerkrieg ist bis heute nicht vollständig zum Erliegen gekommen und in den letzten Monaten treten immer neue, höchst unerfreuliche Tatsachen über die Handlungsweise einzelner Einheiten der UNOSOM-Mission zutage. Aufbauend auf einer Darstellung der Grundlagen und Hintergründe des traditionellen Peacekeeping-Konzepts und der neueren Entwicklungen der UN-Friedenssicherung Anfang der neunziger Jahre zeichnet das Buch die Vorgeschichte und den Verlauf der UN-Intervention in Somalia nach und analysiert ihn. Neue Aspekte des UN-Einsatzes werden zwar nicht aufgedeckt, aber das Buch eignet sich vorzüglich als knappe Überblicksdarstellung, die ohne überflüssigen Fachjargon auskommt.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.41 | 4.3 | 2.67 | 2.25
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Mathias Weber: Der UNO-Einsatz in Somalia. Denzlingen: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4077-der-uno-einsatz-in-somalia_5774, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 5774
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M. A., Politikwissenschaftler.
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