/ 04.06.2013
Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien (Hrsg.)
Der Osten Europas im Prozeß der Differenzierung. Fortschritte und Mißerfolge der Transformation. Jahrbuch 1996/1997
München/Wien: Carl Hanser Verlag 1997; 424 S.; 49,80 DM; ISBN 3-446-19191-7Mit diesem Band legt das Bundesinstitut eine fundierte, umfassende Bilanz des ökonomischen und politischen Transformationsprozesses in Osteuropa vor. Das Jahrbuch ist ein Standardwerk für alle, die sich mit den politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen sowie außenpolitischen Aspekten des Umbruchs in den ehemals kommunistischen Ländern beschäftigen. Berücksichtigt werden nicht nur Tendenzen in Rußland, sondern auch in Ländern, die häufig eher am Rande der Wahrnehmung des Westens liegen. Dabei wird die Unterschiedlichkeit und das teilweise erhebliche Auseinanderdriften der Länder offenbar.
Inhalt: Gesellschaft und Politik: Eberhard Schneider: Begriffe und theoretische Konzepte zur politischen Transformation (17-25); Gerhard Simon: Die Krise der politischen Identität in Rußland (25-39); Assen Ignatow: Wertewandel und Wertekonflikte im Transformationsprozeß (39-49); Eberhard Schneider: Staatsdumawahl 1995 und Präsidentenwahl 1996 in Rußland (50-70); Bernd Knabe: Politische Interessengruppen im Transformationsprozeß Rußlands (70-83); Alexander Ott: Die politische Transformation in der Ukraine (83-94); Heinz Timmermann / Alexander Ott: Restauration und Reaktion in Belarus (94-105); Uwe Halbach: Prekäre Transformation: Reform und Stabilitätswahrung in Kaukasien und Zentralasien (105-115); Joachim Tauber: Politik und Gesellschaft in Litauen 1995/96: Politische Normalität - soziale Defizite (116-128); Dieter Bingen: Kwásniewskis Polen: Vorwärts und vergessen (128-141); Wolf Oschlies: Tschechische Republik: Erster unter Ungleichen (141-154); Wolf Oschlies: Slowakei: Konsum geht vor "Europa" (154-163); Gyula Józsa: Ungarn: "Das Land in Ordnung bringen" - Realitätsbeschreibung oder Selbsttäuschung? (163-174); Heinz Brahm: Fiasko und Neubeginn in Bulgarien (175-188). Wirtschaft: Hans-Hermann Höhmann: Gemeinsamkeiten und Divergenzen im Prozeß der osteuropäischen Wirtschaftstransformation: Stichworte für eine Zwischenbilanz (189-203); Carsten Herrmann-Pillath: Ökonomische Transformationstheorie: Quo vadis? (203-214); Franz-Lothar Altmann: Wirtschaftlicher Systemwechsel und Eigentumsreform (215-226); Ognian Hishow: Fiskalpolitik und Transformationsprozeß - drei Beispiele: Rußland, Tschechische Republik, Bulgarien (227-241); Bernhard Lagemann: Strukturwandel und Strukturpolitik in osteuropäischen Transformationsländern (242-257); Roland Götz: Transformationspolitik und Wirtschaftsentwicklung im Osten Europas: Versuch einer statistischen Analyse (258-266); Hans-Henning Schröder: Russische Wirtschafts- und Gesellschaftseliten im Übergang (266-277); Viktor Lysenko: Regionale Differenzierungsprozesse in der russischen Wirtschaft (277-288); Christian Meier: Transformation der Außenwirtschaftspolitik: Zur Wechselbeziehung von EU-Integration und regionaler Kooperation der Staaten Ostmitteleuropas (288-299); Marie Lavigne: Die Rolle der G7-Staaten und der internationalen Finanzorganisationen bei der Wirtschaftstransformation Mittel- und Osteuropas (300-312). Internationale Beziehungen: Gerhard Wettig: Transformiertes Staatensystem und transformierte Staateninteressen in Europa (313-323); Manfred Sapper: Konflikte in der Transformation Osteuropas: Zur Spezifik der Konfliktkonstellation und Konfliktkultur (323-332); Heinz Timmermann: Die Reformstaaten Mittel- und Osteuropas und die euroatlantischen Integrationsprozesse (332-347); Olga Alexandrova: "Strategische Partnerschaft" aus russischer Sicht (347-359); Franz Walter: Rußlands Reaktionen auf die beabsichtigte NATO-Osterweiterung (359-368); Andrei Zagorski: Die GUS zwischen Integration, Desintegration und Stagnation (369-379); Astrid von Borcke: Rußland und der islamische Süden: Zwischen "Dschihad" und "McWorld" (379-390); Gudrun Wacker: Rußland und China: Strategische Partner mit Blick auf das 21. Jahrhundert (390-400).
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.62 | 2.2 | 4.3 | 4.22 | 2.68
Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien (Hrsg.): Der Osten Europas im Prozeß der Differenzierung. München/Wien: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3911-der-osten-europas-im-prozess-der-differenzierung_5569, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 5569
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Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
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