/ 04.06.2013
Rafael Sevilla / Ruth Zimmerling (Hrsg.)
Argentinien. Land der Peripherie?
Unkel am Rhein/Bad Honnef: Horlemann 1997 (Edition Länderseminare); 412 S.; brosch., 48,- DM; ISBN 3-89502-071-0Ausgehend von dem maßgeblich von lateinamerikanischen Sozialwissenschaftlern formulierten Begriffspaar "Peripherie" versus "Zentrum" wird für verschiedene Sachbereiche der Entwicklungsstand der argentinischen Gesellschaft untersucht. Während das Land zu Beginn des Jahrhunderts bereits eindeutig zum Zentrum zu gehören schien, ist es in der Folgezeit aufgrund seiner politischen, ökonomischen und sozialen Entwicklung für mehrere Jahre in die Peripherie zurückgefallen. Die heutige Position des Landes wird dagegen von den Autoren kontrovers eingeschätzt.
Aus dem Inhalt: 1. Kultur; 2. Politik: Carlos Escudé: Die argentinische Außenpolitik: ein Paradigmenwechsel? (122-136); Bernhard Thibaut: Parteiensystem und Regierbarkeit im argentinischen Präsidentialismus (137-156); Sandra Carreras: Das argentinische politische System - eine konsolidierte Demokratie? (157-169); Christian von Haldenwang: Legitimierung und politische Konsolidierung in Argentinien: die "zweite Phase" im Anpassungsprozeß (170-189). 3. Die Folgen des Staatsterrorismus heute; 4. Wirtschaft und Gesellschaft: Dirk Messner: Wirtschaft und Entwicklung in Argentinien in den neunziger Jahren: ein schwieriger Neuanfang (206-226); Klaus Eßer: MERCOSUR - Sprungbrett zum Weltmarkt? (227-237); Peter Birle: Keine Angst mehr vor der Demokratie? Die argentinischen Unternehmerverbände nach dem Ende alter Bedrohungsperzeptionen (238-250); Jorge Schvarzer: Das System der Lohnregulierung im modernen Argentinien. Eine Annäherung an seine globalen Bedingungen (251-275); Peter Waldmann: Von der Mega- zur Hyperinflation (276-286); Silvia Sigal: Intellektuelle oder Experten? Die Intellektuellen angesichts der zeitgenössischen politisch-kulturellen Veränderungen (287-300). 5. Bildung, Zusammenarbeit und Regionalentwicklung; 6. Recht: Agustín Zbar: Der Pakt von Olivos und die argentinische Verfassungsänderung von 1994: Institutionelle Herausforderungen für die Zweite Republik (336-348); Jorge R. Vanossi: Verfassungsreform oder Änderung des Wahlsystems? (349-374); Kurt Madlener: Die Institution des Ombudsmannes in Argentinien (389-401).
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.65
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Rafael Sevilla / Ruth Zimmerling (Hrsg.): Argentinien. Unkel am Rhein/Bad Honnef: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4140-argentinien_5848, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 5848
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Dr., Politikwissenschaftler.
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